EU erlaubt Deutschland Rosneft-Raffinerie in Schwedt zu übernehmen

Die Bundesregierung verhandelt mit Washington über Ausnahmen von US-Sanktionen, sonst drohen ernste Folgen. Firmen springen ab, die Zeit drängt.
„Die Lage ist äußerst brisant“
„Die Lage ist äußerst brisant“, heißt es beim Unternehmen. Denn am 29. April endet eine Vereinbarung, nach der die unter Treuhand stehenden deutschen Tochtergesellschaften von Rosneft von den US-Sanktionen gegen den russischen Ölsektor vorläufig ausgenommen sind. Der Bund will in Gesprächen mit Washington erneut Ausnahmen für die PCK in Schwedt erreichen.
Der Öl-Vorrat reicht laut Experten nur für einige Tage. Die Raffinerie versorgt Teile von Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Westpolen mit Sprit, Heizöl, Kerosin und anderen Produkten. Auch der Flughafen BER bekommt Kraftstoff von der PCK.
Die Unsicherheit ist bei der Belegschaft ist groß. „Sollen wir uns jetzt noch ein Haus bauen?“ oder: „Sollen wir ein Kind bekommen?“
Derzeit sorgt man sich in Brandenburg auch wegen möglicher US-Strafmaßnahmen. Die geltenden Sanktionen verbieten laut US-Finanzministerium in der Praxis jede wirtschaftliche Arbeit mit Rosneft, Lukoil und ihren Tochterfirmen – nicht nur für US-Unternehmen, sondern auch für ausländische Banken oder Geschäftspartner, die mit den sanktionierten Akteuren in Verbindung stehen. Bis zum 29. April sind die Sanktionen noch ausgesetzt.
Fraglich ist, wie die USA danach auf das deutsche Engagement bei Rosneft blicken. 2024 stand bereits schon einmal eine Enteignung von Rosneft im Raum, diese Woche sprach sich der Grünenpolitiker Michael Kellner in einem MDR-Interview erneut für diesen Schritt aus. „Einen vernünftigen Käufer suchen, die Russen rauswerfen – da wären wir das Problem der amerikanischen Sanktionen und der Treuhandsituation los“, sagte er.
Rosneft Deutschland vereint rund zwölf Prozent der deutschen Erdölverarbeitungskapazität auf sich und gehört damit zu den größten Erdöl verarbeitenden Unternehmen. Zugleich gehört dem russischen Rosneft-Konzern die Mehrheit (54 Prozent) an der Raffinerie in Schwedt.
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Fake News
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- Die Hersteller gewerblicher Produkte, Lebensmittel verlangen durchschnittlich 3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Inflation ist jedoch um 2,1% gestiegen.
- Washington bringt im Nahen Osten eine enorme Streitmacht in Stellung: Flugzeugträger, Zerstörer und U-Boote. Die Armada könnte Iran wochenlang bombardieren.
Netzfund
Immer mehr Anzeichen, dass ein militärischer Angriff der USA auf Iran bevorsteht. Während die Trump-Regierung mit dem Regime in Teheran weiterverhandelt, hat das Pentagon umfangreiches Kriegsmaterial in die Golfregion verlegt. In Washington brodeln die Gerüchte darüber, wann die Kriegshandlungen losgehen. Amerikanische Medien beziehen sich auf zahlreiche anonyme und deshalb nicht verifizierbare Quellen in der Regierung.
Ursprünglich wollte Trump den iranischen Demonstranten zu Hilfe kommen, als das Regime im Januar die Proteste blutig niederschlug. Dann rückten das iranische Nuklearprogramm und die Abrüstung in den Fokus, von den Protesten war nicht mehr die Rede. Gleichzeitig sprach Trump wiederholt von einem Regimewechsel als «wahrscheinlich das Beste». Das hat militärische Relevanz: Je nach Priorität fiele ein Angriff sehr unterschiedlich aus.

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